Dramatische Klippen, geheimnisvolle Licht- und Schattenspiele sowie ein scheinbar unendlicher Horizont – mit diesen imposanten Natureindrücken zog die südschwedische Halbinsel Kullen Künstler aus Dänemark, Deutschland und Schweden in ihren Bann. Dank außergewöhnlicher Leihgaben aus Privatsammlungen und intensiver Recherchen in Museumssammlungen konnte die Ausstellung „Zwischen Kunst und Landschaft in der Region Kullen“, die am 4. Juli eröffnet wird, sogar auf zwei Ausstellungsorte verteilt werden: die „Blå Hallen“ in Höganäs und das Museum in Helsingborg.
Gemälde mit Motiven aus der Region Kullen befinden sich in Kunstmuseen und Privatsammlungen in ganz Nordeuropa, darunter die Hamburger Kunsthalle, das Statens Museum for Kunst in Kopenhagen, die Nationalgalerie in Oslo und das Schwedische Nationalmuseum.
Nun sind insgesamt 150 Kunstwerke an ihrem Entstehungsort im Nordwesten von Skåne zu sehen. Die Leihanfragen wurden im Frühjahr von der „Blå Hallen“ in Höganäs und dem Museum in Helsingborg gestellt. Insgesamt können rund 100 Leihgaben aus verschiedenen Privatsammlungen präsentiert werden, einige davon sogar erstmals öffentlich.
Die Ausstellung „Zwischen Kunst und Landschaft in der Region Kullen“ lädt am Donnerstag, den 2. Juli, zu einer Pressevorbesichtigung ein: um 9.00 Uhr im Dunkers Kulturhus in Helsingborg und um 11.00 Uhr in der „Blå Hallen“ in Höganäs.
Gemälde von Jomas Åkesson
Die Dänen entdeckten Kullen als Erste für sich. Einen wesentlichen Beitrag zur Etablierung des Dorfs Arild als Künstlerkolonie leistete unter anderem P.S. Krøyer. In der Ausstellung sind Werke mehrerer dänischer Künstler zu sehen, darunter Anton Melbye, Georg Emil Libert und Viggo Pedersen. Darüber hinaus werden Zeichnungen sowie ein Gemälde von Frederik Christian Kiærskou präsentiert. Zu den besonderen Leihgaben zählen außerdem zwei Vorstudien zu Richard Berghs berühmtem Gemälde „Die Alten am Strand“.
Danach folgten vor allem deutsche Künstler den Spuren der Dänen, wodurch die Region Kullen einen bedeutenden Einfluss auf die deutsche Landschaftsmalerei ausübte. Hier entdeckte Johan Christian Dahl jenes Motiv, das später zu seinem Markenzeichen werden sollte: das Schiffswrack. Die Ausstellung zeigt zudem eine frühe Skizze des deutsch-dänischen Künstlers Louis Gurlitt, die während seines Aufenthalts auf Kullen im Jahr 1833 entstand.
Die „Blå Hallen“ in Höganäs konnte eine beeindruckende Zahl von Kunstwerken aus Privatbesitz zusammenführen, darunter auch besonders interessante und überraschende Gemälde von Künstlerinnen aus dem Umfeld der Keyser-Schule, wie Emilia Lönblad und Sofie Stjernstedt. Zu dieser Gruppe gehörte auch Gisela Henckel-Trapp, deren Werke nun erstmals seit langer Zeit wieder in einem künstlerischen Kontext präsentiert werden.
Zu den Leihgaben zählen außerdem Isaac Grünewalds „Das blaue Boot“ sowie drei Variationen desselben Motivs von Olof Krumlinde.
Die Ausstellung „Zwischen Kunst und Landschaft in der Region Kullen – ein Jahrhundert voller Geschichten und Malerei“ ist vom 4. Juli bis zum 13. September 2026 an zwei Ausstellungsorten zu sehen: in der „Blå Hallen“ in Höganäs und im Helsingborgs Museum am Dunkers Kulturhus in Helsingborg.
Weitere Informationen zur Vernissage und Ausstellung: https://dunkerskulturhus.se/evenemang-dunkers/vernissage-for-mellan-konst-och-landskap-pa-kullen/?startDate=2026-07-04_13:00
Mehr Infos zur Region Skåne unter: https://visitsweden.de/regionen/sudschweden/skane/
Ansprechpartner:
Karin Kardell, Kuratorin und Kunsthistorikerin, Museum Helsingborg. E-Mail: Karin.kardell@helsingborg.se Telefon: +46 42 10 45 59
Xi Wallén Keller, Kuratorin, Blå Hallen E-Mail: info@blahallen.com Telefon: +46 708-965148
Martin Schibli, Kurator und Kunsthistoriker, Kunsthalle Helsingborg E-Mail: martin.schibli@helsingborg.se Telefon +46 738 04 27 79